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liba THC Münster – der Tennis und Hockey Club

von Tobias Achatzy

Gegründet wurde der THC Münster 1947 in Fusion mit dem TC Münster 08, um nach dem Krieg sofort wieder Tennis und Hockey zu spielen.

Insgesamt muss man allerdings für das Hockey in Münster zwei Eckpfeiler ausmachen, die den Sport über die vergangenen Jahrzehnte und auch gegenwärtig prägen.

Spieler vom THC Münster gehen dem Sonnenuntergang mit einer liba in der Hand entgegen

So idyllisch trainiert nur der THC Münster

Die Hockeyspieler in Münster waren so etwas wie ein “ gallisches Dorf“ , betrieben von einigen, wenigen unermüdlichen Enthusiasten, die gegen alle Schwierigkeiten versucht haben, ihren Sport zu betreiben. Das lag daran, dass es ewig lange keine Spielstätte für Hockey gab.

Zeitweise gab es gar kein Hockey in Münster, danach konnte man an den Sportanlagen der Uni spielen. Aber das Problem blieb: obwohl der THC Münster immer ein eigenes Clubgelände besaß (erst an der Geiststrasse, dann am Dingbängerweg), hatte er nie einen eigenen Hockeyplatz. Den gab es erst Anfang der 90er Jahre. Also war das Hockey in Münster eine lange Zeit von Heimatlosigkeit geprägt.

Heimatlos zusammen in den Sonnenuntergang

Die Spieler mussten immer wieder die Spielflächen wechseln und kreativ sein, um ihren Sport zu betreiben. Aufgegeben wurde nicht und es haben sich immer wieder Leute zusammen gefunden, manchmal auch aus mehreren Vereinen (der SC Preußen hatte auch mal eine Hockeyabteilung…), um einen Spielbetrieb durchführen zu können.

In den 70er Jahren (mein Bruder und ich bildeten mit einer Handvoll anderen Jungs die erste Kindermannschaft des THC) von Wiese zu Wiese gezogen sind, um Hockey zu lernen, angeleitet von ein paar hockeyverrückten Studenten.

Und das ist das zweite Merkmal des THC. Hockey in Münster war und ist immer eine studentische Angelegenheit. Es hat und lebt immer davon, dass Studenten von anderen in der Regel größeren Clubs kommen, hier weiter spielen, Pionierarbeit leisten und ihre Erfahrungen in den Verein tragen. Hockey ohne Studenten gäbe es in Münster nicht! Und der Erfolg unserer Abteilung ist immer abhängig von der jeweiligen Klasse und Masse der Semesterbeginner/ innen.

Das hält die Abteilung immer frisch und jung, macht es aber auch manchmal schwer, kontinuierlich zu planen. Unwägbarkeiten gehören für uns immer dazu.

„Supererfolge“ lassen noch auf sich warten

Insofern haben wir auch keine Supererfolge vorzuweisen. Es pendelte sich für beide Geschlechter immer zwischen Verbands – und Oberliga aus, ein toller Erfolg waren die Regionaligaaufstiege der Herren 2005 und jetzt und der Damen in der Halle 2017.

Der „berühmteste“ Spieler war vielleicht Karsten Krauss, der Ende der 80er als Nationalspieler aus Gladbach Spielertrainer in Münster war. Das hat einige andere gute Studenten angezogen und Hockey nahm in Münster einen Aufschwung.

Momentan ist es so, dass wir sportlich gesehen und bezüglich Mitgliederzahlen seit einigen Jahren auf einem guten Weg sind. Durch die beständige Teilnahme in der Oberliga sind wird interessant für die Studenten, die ansonsten zu ihren Clubs pendelten und wir haben einen Zulauf in der Nachwuchsabteilung, wo wir gerade das erste Mal in der Vereinsgeschichte überhaupt Teams für alle Altersklassen stellen. Die damalige MJB wurde Deutscher Pokalsieger 2017, auch ein Team, was durch einen studentischen Hockeyfreak – Maurus – so erfolgreich wurde.

Um Hockey in Münster weiter zukunftsfähig zu machen, steht jetzt die Sanierung der Anlage auf dem Plan für die nähere Zukunft.

Dieser Beitrag stammt aus absolut erster Quelle, denn dankenswerter Weise wurde er von Tobias Achatzy verfasst und geschrieben. Wenn ihr einen noch tieferen Einblick erhalten wollt, dann müsst ihr schon selber mal eintauchen in die bunte Welt des Hockeysports.