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Zombie Rollergirlz – play hard, get brains, drink liba

Zombie Rollergirlz – der Name sagt es schon. Dieses Team besteht aus charakterstarken Frauen, die sich gerne Rollschuhe unter die Füsse schnallen, um in einem Oval durch die Halle zu skaten und dabei Walls durchbrechen und Jammers blocken. Ihr habt keinen Plan, was das jetzt so bedeutet? Genau darum stellen wir die Zombies jetzt einmal genauer vor.

2011 startete alles mit drei Mitgliedern, die Bock auf Rollerderby hatten. Damals begann alles auf ruhigen Parkplätzen irgendwo in Münster. Mit keiner anderen Möglichkeit zu trainieren, mussten diese erst einmal herhalten, bis der Polizeisportverein die Zombies in ihren Hallen eine Trainingszeit einräumten. Aktuell haben sich einige weitere Mitglieder gefunden und 2018 startete man mit 25 Zombies in der 2. Liga.

Der Sport ist so einzigartig, weil jeder Spielertyp gebraucht wird und einen Platz im Oval für sich finden kann. Jedoch gibt es ein erklärtes Ziel – Wohlfühlen.
Nun kurz etwas zu den Regeln. Sind nicht ganz einfach, jedoch nach einigen Minuten zuschauen kommt Klarheit ins Geschehen:

Gespielt bzw. gefahren wird auf einer ovalen Bahn, auch Track genannt. Das Spiel besteht aus zwei Halbzeiten á 30 Minuten. Jede Halbzeit wird nochmal unterteilt in Jams, die max. zwei Minuten lang sind. Jedes Team hat insgesamt 5 Spielerinnen auf dem Track.
Von diesen Fünfen ist eine die Jammerin, zu erkennen an einen Stern auf der Helmhaube. Diese kann durch Überrunden der Gegnerinnen Punkte erzielen. Das heißt, sie muss einmal durchs sogenannte Pack, die Gesamtheit der Blockerinnen auf dem Track, und bekommt danach pro überholte Gegnerin einen Punkt, wobei auch die Sünder in der Strafbox mitgezählt werden.

Vier sind „Blocker“, sie bilden die sogenannte „Wall“ und sind dafür zuständig, die gegnerische „Jammer“ aufzuhalten und die eigene beim Durchkommen zu unterstützen.
Dadurch das in diesem Sport für jeden eine Position möglich ist, sieht man die unterschiedlichsten Typen auf dem Feld. Die agile „Jammer“, die die Wall überwindet und die „Blocker“, die genau das verhindern wollen.
Ihr Schlachtruf “play hard, get brains“ lässt das Adrenalin in jede Ader der Zombies fließen und motiviert sie zu Höchstleistungen.

Der positive Teamgeist ist bei allem was sie tun immer dabei. Es besteht ein sportlicher Ehrgeiz, aber keine Verbissenheit – der Spaß am Sport steht an erster Stelle. Es gilt das Motto: “einmal Zombie, immer Zombie“, man hilft einander aus, übernimmt Aufgaben und bringt sich in die Gemeinschaft ein wie es gerade möglich ist. Die einzelne wird in ihren Stärken gefördert und neue Spielerinnen werden schnell integriert. So gibt es monatlich ein Probetraining, wo jede herzlich dazu eingeladen ist, sich einmal ein Bild vom Rollerderbysport zu machen. So besteht das Team aus Spielerinnen mit unterschiedlichem Kenntnis- und Fähigkeitsstand, die voneinander lernen können.

Dadurch das es bisher eher eine kleine Derbygemeinde in Deutschland gibt, ist die Solidarität unter den Vereinen enorm hoch. So helfen sich die Teams untereinander, um diesen Sport in Deutschland auszuüben und voranzubringen. Das betrifft zum Beispiel die benötigten Officials, also Referees (auch Zebras genannt) und Non-Skating-Officials, welche beispielsweise die Positionen der Zeitnehmer oder Anzeigentafelbediener bekleiden (auch Flamingos genannt). Kein Verein schafft es, die nötigen 7 Referees und 11-12 NSOs für ein Spiel allein zusammenzubekommen, weshalb diese Gemeinschaft für den Sport in Deutschland enorm wichtig ist.

Die Zombie Rollergirlz waren am 23.06.2018 beim American Sports Day, welcher von dem Münster Mammuts ausgerichtet wurde, mit dabei. Da hatten sie die Möglichkeit sich mit anderen amerikanischen Sportarten wie Football, Lacrosse, Baseball, Inline-Hockey und Frisbee auszutauschen und zu präsentieren.
Falls ihr jetzt Lust bekommen habt, selber mal diesem Spektakel beizuwohnen oder selbst mal aktiv zu werden, findet ihr alle wichtigen Infos auf www.zombie-rollergirlz.de. Vielleicht seid ihr dann auch schon dabei, wenn es in diesem Jahr nach Island zum Auswärtsspiel gegen die Roller Derby Iceland geht.

Außerhalb des Sports treffen sich die Zombies auch gerne mal auf einen Drink, oder gehen für ein Teamwochenende Zelten. Wer jetzt Interesse hat, mehr über die bunte und skurile Welt der Zombie Rollergirlz zu erfahren und ganz lieben Menschen mit Namen wie „Feisty Firecracker“ oder „Wilma Durch“ kennenzulernen, kann am 16. März beim Freshmeat-Day 2019 vorbeischauen und einfach mal mitmachen.